„Du kämpfst nicht gegen das Aussen. Du kämpfst gegen deine eigene Festlegung — und merkst es nicht mal."
Diese Woche habe ich zwei Videos veröffentlicht, die zusammen ein und dasselbe sagen. Ich sage es direkt: Du manifestierst deine Identity. Immer. Es gibt kein Entrinnen. Die Frage ist nur — welche Identity manifestiert sich gerade? Und bist du wirklich ehrlich darüber, wer du in diesem Moment bist?
Das klingt simpel. Es ist simpel. Aber simpel heisst nicht leicht — und vor allem heisst es nicht, dass du es bereits tust. Deshalb spreche ich es an. Weil ich es wieder und wieder erkenne. An anderen Frauen. Und weil ich es von mir selbst kenne, damals, als ich es noch nicht verstanden hatte.
Ich war auf einem Dr. Joe Dispenza Retreat. Ich bin mit einem Hinken zu dem Zelt gegangen, wo alles stattfand. Dr. Joe fuhr vorbei mit seinem Golfkärrchen, hielt an, schaute mich an. Und ich habe ihm ins Gesicht gesagt: Ich bin heil. Ich habe keine Schmerzen. Alles ist gut.
Ich war broken. Ich habe mich durch den Schmerz gegrindet. Und ich habe mir eingebildet, dass wenn ich nur laut genug sage, dass ich heil bin, die Realität sich danach richtet. Das ist nicht Manifestieren aus dem Bewusstsein. Das ist Selbstverarschung.
Diese Woche hat mir eine Frau geschrieben. Sie hat sich extra nicht für mein Heal-Event angemeldet — weil sie ja "schon heil" ist. Ich kenne dieses Muster. Ich war diese Frau. Und der Unterschied zwischen diesen zwei Zuständen — wirklich wissen, wer du bist, versus laut behaupten, wer du bist — ist energetisch riesig. Die Aussenwelt hört deine Worte nicht. Sie spiegelt deinen Seinszustand.
Die häufigste Falle dabei: "Ich darf mir keine Hilfe holen, weil das heisst, ich habe es noch nicht." Was ist das für eine Ansicht? Das ist die Loser-Identity, die sich als Bewusstsein verkleidet. Du holst dir Hilfe nicht, weil du es nicht hast — sondern weil du weisst, wer du bist, und weisst, dass mehr Klarheit, mehr Unterstützung, mehr Erinnerung an deine wahre Identity genau das ist, was du als die Frau, die du bist, tust.
Fake it till you make it funktioniert nicht. Punkt. Energie lügt nie. Ich merke es immer. Bei jeder Frau. Und das Ego ist ein Meister darin, sich selbst Geschichten zu erzählen, die sich fast wahr anfühlen. "Bam — ich habe dich wieder erwischt." Das ist der Weg: das Ego beim Lügen zu ertappen, anzusehen, zu korrigieren — nicht zu ignorieren, nicht zu übertünchen.
Hier ist die andere Seite desselben Musters: Du versuchst, das Aussen zu verändern, indem du ins Aussen greifst. Du rufst an. Du schreibst Nachrichten. Du versuchst, Dinge in Ordnung zu bringen, Situationen zu reparieren, Menschen zu überzeugen. Und du fragst dich, warum nichts funktioniert.
Weil du gegen deine eigenen Festlegungen kämpfst. Was du manifestiert hast — das Aussen, das du siehst — ist eine Reflexion deiner Annahmen, Überzeugungen und Meinungen über dich selbst. Du kämpfst nicht gegen die Welt. Du kämpfst gegen deine eigene Festlegung. Das ist das Gleiche.
Letzte Woche habe ich beim Telefonieren mit einem Handyanbieter etwas erlebt. Ich war entspannt. Nicht weil ich Breathwork gemacht hatte oder meinen Cortisol-Spiegel gemanagt habe — sondern weil ich die Frau war, für die Dinge sich einfach lösen. Die Frau, die die Lösung ist. Der Mitarbeiter hat mir ohne Nachfrage meine Wartepakete freigeschaltet und mir das nicht mal in Rechnung gestellt. Warum? Nicht wegen meiner Worte. Wegen meiner Identity in diesem Moment.
Du könntest hier und jetzt alles auf einmal manifestieren. Du bist jeden Moment neu. Was dich in den alten Geschichten hält — in den Geschichten, wo dir etwas fehlt, wo die Dinge noch nicht stimmen, wo du noch kämpfen musst — das sind deine Festlegungen. Deine Überzeugungen darüber, wer du bist und was für dich möglich ist.
Das ist kein neues Konzept. Aber es ist eines, das die meisten intellektuell verstehen und praktisch nicht anwenden. Der Unterschied zwischen "ich verstehe das" und "ich lebe das" ist keine Information. Es ist eine gelebte Identity.
Das Stricken kennst du. Das ist das Erarbeiten, das Kämpfen, das Ringen, das Versuchen. Schritt für Schritt, Masche für Masche, und irgendwann, vielleicht, wirst du das haben, was du willst. Das Schnippen ist anders. Es ist eine Entscheidung. Ein Zustand. Ein Wissen.
Aber hier ist das Ding: Du kannst nicht schnippen, wenn du dir selbst über deinen aktuellen Zustand lügst. Du kannst nicht zur Rich Identity oder Divine Design Identity schnappen, wenn du noch nicht mal ehrlich bist, wo du jetzt stehst. Das ist der Grund, warum radikale Ehrlichkeit nicht schwächer macht — sie ist die Grundlage, auf der echte Identity-Arbeit erst möglich wird.
"Ich habe es gerade schon, aber ich hab es gerade nicht." Diese Aussage klingt widersprüchlich. Sie ist es nicht. Sie ist ehrlich. Du weisst, wer du bist — und du erkennst gleichzeitig, dass du gerade nicht in diesem Zustand lebst. Das ist keine Niederlage. Das ist der Ausgangspunkt für echte Arbeit.
Das klingt einfach. Es ist einfach — aber es braucht Übung, und es braucht manchmal jemanden, der dir spiegelt, was du selbst nicht siehst. Dafür bin ich da. Ich erkenne Energie. Ich erkenne, wann jemand sich in die Tasche lügt und wann jemand wirklich anfängt zu begreifen, wer sie ist.
Das ist der Satz, mit dem ich diesen Artikel abschliessen will. Nicht als Abschluss — sondern als Anker. Denn das ist die Quintessenz aus allem, was ich diese Woche in meinen Videos gesagt habe.
Du bist nicht Opfer deiner Realität. Du bist ihr Schöpfer. Was du siehst, was dir passiert, was sich nicht verändert — das hast du zuerst innen erschaffen. Nicht mit böser Absicht. Nicht bewusst. Aber du hast es erschaffen. Durch deine Festlegungen, deine Überzeugungen, deine Identity.
Vergiss das nie. Nicht wenn es schwer wird. Nicht wenn das Aussen sich gegen dich zu stellen scheint. Nicht wenn deine zwei inneren Stimmen sich streiten. Alles was du manifestierst, hast du dir zuerst selbst ausgedacht — und das ist die beste Nachricht, die es gibt.
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